Westfalenliga 1 2011/12 (Stand 25.05.2012)

Spielbericht

Westfalenliga 1 Saison 2011/12 - 33. Spieltag - Freitag, 25.05.2012 - 19:00

FC Eintracht Rheine - SpVgg Vreden 4:0 (2:0)

FC Eintracht Rheine: André Epker - Mirco Heger, Manuel Dieckmann - Stefan Seiler, André Klostermann, David Ruwe (73. Alessio Wilms Dellunto), Michael Ungru (65. Julian Knocke), Nils Woltering, Christoph Maug - Frederick Telsemeyer, Daniel Seidel (79. Sascha Pakularz); Trainer: Klaus Bienemann

SpVgg Vreden: Christian Wissing - Paolo Alduk, Sebastian Abbing, Jörg Bengfort (87. Valentin Wenning) - Dennis Seeger, Jens Reimann, Tobias Hemling, Niklas Grubbe, Daniel Terbeck (87. Philipp Severt) - Mike Holtheuer, Daniel Ebbing (78. Jannik Witte); Trainer: Michael Kämer

Tore: 1:0 David Ruwe (4.); 2:0 Stefan Seiler (38.); 3:0 Frederick Telsemeyer (67.); 4:0 Daniel Seidel (73.)

Schiedsrichter: Nadine Matthes (Bochum)

Die Luft ist raus

Manchmal klingen Trainer frustriert und versöhnlich zugleich. So auch Vredens Coach Michael Kämer am späten Freitagabend. Nach der 0:4-Niederlage beim FC Eintracht Rheine musste er die Erkenntnis gewinnen, dass bei "seiner" SpVgg die "Luft raus" ist.Von Michael Schley

"Wir waren zu keinem Zeitpunkt ein adäquater Spielpartner." Ohne Wenn und Aber stellte er seiner Mannschaft nach dem "völlig verdienten" 0:4 beim aufstrebenden FC Eintracht Rheine ein Zeugnis aus, dass nicht zur Beförderung zur Westfalenliga gelangt hätte. Der personelle Aderlass - obwohl nicht ganz so gravierend ausgefallen, wie zunächst befürchtet - sei zu groß gewesen. So musste die Offensivkraft Dennis Seeger gar in der Innenverteidigung aushelfen - mit mäßigem Erfolg. Mit dem frühen Treffer in der vierten Minute deutete David Ruwe an, dass man in den Spielen gegen Hövelhof (5:0) und Stadtlohn (4:1) noch einmal Geschmack am Offensivfußball gefunden hat - trotz einer überwiegend mussglückten Saison und obwohl die Mannschaft nach dieser auseinandergerissen wird. Frederick Telsemeyer hatte Ruwe mustergültig bedient, dieser spielte Seeger aus und lupfte das Leder über Torsteher Christian Wissing in die Maschen. Was danach folgte, war Einbahnstraßenfußball in Richtung des Vredener Tores. "Rheine hatte sicher 70 Prozent Ballbesitz und eine ganze Reihe an Chancen", drückte Kämer die Kräfteverhältnisse in Worten aus. Sieben Minuten vor dem Abpfiff der ersten Hälfte kam Seeger erneut gegen Telsemeyer zu spät. Dieser legte Stefan Seiler auf, der sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ. Nach der Pause ließ der Druck der Gastgeber ein wenig nach - die Dominanz im Spiel blieb allerdings auf Seiten dieser. Der Rest ist schnell erzählt: Nach Flanke von Manuel Dieckmann verpasste Daniel Seidel, aber Telsemeyer konnte in der Verlängerung vollenden (67.). Und der Torjäger erlief kurz darauf auch einen Einwurf von Mirco Heger und legte diesen Daniel Seidel zum 4:0-Endstand auf den Kopf (73.). "Wir waren nicht in der Lage, ernsthaft Widerstand zu leisten." Unumwunden musste Kämer letztlich zugeben, dass ein Eintracht Rheine in dieser Verfassung "eine zu hohe Qualität" für seine Mannschaft hat - eine Erkenntnis, die er mit dem in der Vorwoche gebeutelten Stadtlohner Trainer Jörg Thor durchaus teilen kann.

25. Mai 2012 | Quelle: Münsterland-Zeitung


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